Die aktuelle politische Lage

Seit dem Sturz des Diktators Moussa Traoré 1991 hat sich viel verändert: Demokratische Strukturen wurden aufgebaut und ein Programm zur Förderung der Dezentralisierung angestoßen. Die Umsetzung vieler Reformen verlief bis 2012 allerdings eher schleppend.

 

Nach der Krise von 2012 wurde Ibrahim Boubacar Keita 2013 mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten Malis gewählt. Die Wahl Keitas hat hohe Erwartungen in der Bevölkerung geweckt, doch seitdem hat sich die Sicherheitslage in Mali wieder verschlechtert.

Trotz der Präsenz Tausender internationaler Soldaten bleibt die Situation im Norden des Landes äußerst angespannt. Islamistische Gruppierungen sind dort weiterhin aktiv.  

 

Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako können terroristische Anschläge nicht ausgeschlossen werden. Die kriminellen und terroristischen Gruppen finanzieren sich besonders durch den illegalen Handel mit Drogen und Waffen sowie Menschenschmuggel. Durch seine geographische Lage ist Mali ein Transitland für Menschenschmuggler und Flüchtlinge, die auf dem Weg von West- nach Nordafrika sind.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2018 setzte sich der amtierenden Präsident Keita in einer Stichwahl gegen den Oppositionsführer Soumaïla Cissé durch. Im Vorfeld der Wahl kam es in Bamako zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Anhängern der Opposition.

 

Quelle: Bundesamt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Deutschland.